Fellwechsel bei Katzen

Jeweils zu Beginn der kalten und der warmen Jahreszeit wechseln Katzen ihr Fell. Dabei lassen Sie nicht nur eine Menge Haare, sondern benötigen auch mehr Pflege sowie die richtigen Nährstoffe.
Katze wird gebürstet

Zweimal im Jahr – im Frühjahr und Herbst – steht für die Katze eine besondere Zeit an: Der Fellwechsel. Als Katzenbesitzer bekommen Sie diese Phase deutlich zu spüren, wenn sich immer mehr feine Haare aus der Unterwolle der Katze auf Möbeln, Böden und an der Kleidung sammeln. Nicht nur Langhaarkatzen mit viel Unterwolle verlieren während des Fellwechsels erstaunliche Mengen an Haaren, auch kurzhaarige Rassen haaren. Doch am mühsamsten ist der Fellwechsel natürlich für die Katze selbst, weil sie das alte Fell durch Ablecken mit der Zunge aktiv herauskämmen muss. 

Doch mit fleißigem Bürsten und speziellem Futter machen Sie Ihrem Liebling diese Phasen etwas leichter.
Bei Freigänger-Katzen dauert der Fellwechsel ungefähr sechs bis acht Wochen. Bei Katzen, die ausschließlich im Haus leben, ist der Fellwechsel wegen des relativ beständigen Raumklimas oft eher schwach ausgeprägt und kann sich in dieser Form über das gesamte Jahr erstrecken.

Jedoch können allzuviele Haare im Magen auch zu ernsten Verdauungsproblemen wie einer Magenschleimhautentzündung oder sogar zu einem Darmverschluss führen. Um dem vorzubeugen, sollten Sie ihre Katze in regelmäßigen Abständen kämmen – bei langhaarigen Katzen sogar täglich. Dies gilt insbesondere für langhaarige Katzen mit viel Unterwolle. Zusätzlich können Sie den Verdauungsprozess der Katze durch spezielle Inhaltsstoffe positiv beeinflussen. So fördern zum Beispiel Faserstoffe die Magen-Darmpassage und Öle verhindern das verklumpen der Haare.

Auf die richtige Ernährung kommt es an

In der Zeit des Fellwechsels steigt der Bedarf an allen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien, die für den Aufbau neuer Haare benötigt werden. Haare bestehen größtenteils aus einem Protein (Eiweiß) namens Keratin. Gerade bei langhaarigen Katzen wird in dieser Zeit fast ein Drittel des über die Nahrung aufgenommenen Eiweißes für das Haarwachstum verwendet. Dabei kommt neben der Eiweißmenge vor allem auf dessen Zusammensetzung an. So ist in Haaren besonders viel Methionin und Cystin vorhanden – zwei der essentiellen Aminosäuren.

Jedes einzelne Haar ist außerdem von einer Lipid-Schicht überzogen. Die darin enthaltenen Fette sind für den Glanz und die Geschmeidigkeit des Fells verantwortlich. Essentielle Fettsäuren, die vom Körper nicht eigenständig produziert werden können, müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Eine Reihe von Vitaminen und Mineralstoffen ist für das Haarwachstum wichtig, da sie an den nötigen Stoffwechselprozessen (z.B. Keratinsynthese) beteiligt sind; z.B. Vitamin E, B-Vitamine, Biotin (auch Vitamin B8 oder Vitamin H genannt), Zink, Kupfer und Jod.